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4 Technologien für den öffentlichen Nahverkehr zur Verbesserung des Fahrgastkomforts

In der COVID-Ära begann sich dies zu ändern, da Verkehrsbetriebe nach effizienteren Möglichkeiten suchten, die Übertragung von Viren zu verhindern – als Alternative zur teuren, zeitaufwendigen und mitunter schädlichen manuellen Desinfektion. Eine Vielzahl von Technologien wurde getestet und in Pilotprojekten erprobt – darunter UV-Lampen, verbesserte Lüftungs- und Luftfiltersysteme sowie manuelle Nebelgeräte oder Handsprühgeräte –, doch nur wenige bieten eine ausreichend hohe Wirksamkeit, um das Vertrauen der Verkehrsbetriebe zu gewinnen, die weiterhin die gesundheitlichen Bedürfnisse der zurückkehrenden Fahrgäste einschätzen. Der neue Fokus auf Gesundheit schmälert nicht den bisherigen Schwerpunkt des öffentlichen Nahverkehrs auf die digitale Transformation. Vielmehr können Innovationen im Bereich Gesundheit und Sicherheit, wenn sie richtig umgesetzt werden, diese digitalen Technologien weiter verbessern und das gesamte Fahrgasterlebnis sicherer, gesünder und zugänglicher für die Fahrgäste machen, während diese sich auf die Rückkehr zur Arbeit und zur Schule vorbereiten und sich an künftige Phasen der Pandemiebekämpfung anpassen.

Das Vertrauen wiederherstellen Durch den Einsatz dieser innovativen Gesundheitstechnologien haben Verkehrsbetriebe die Chance, das Vertrauen in den öffentlichen Raum wiederherzustellen und einen Beitrag zur Eindämmung von COVID zu leisten. Diese Innovationen können dazu beitragen, sowohl die Fahrgastzahlen wieder auf das Niveau vor der Pandemie zu bringen als auch das Fahrgasterlebnis in Zukunft zu verbessern. Hier sind vier Beispiele dafür, wie Technologie den Fahrgästen heute zugutekommen und die Fahrgastzahlen steigern kann:

  1. Luftreinigung: Im Jahr 2020 haben sich Luftreinigungssysteme als potenzielle Alternative zu teuren und zeitaufwendigen manuellen Desinfektionsverfahren etabliert. Anstatt Zeit und Geld für Personal und Reinigungsmittel aufzuwenden, die für die routinemäßige Desinfektion aller Oberflächen in einem Nahverkehrsfahrzeug erforderlich sind, haben Nahverkehrsunternehmen nach Möglichkeiten gesucht, das Virus in der Luft zu bekämpfen, bevor es auf einer Oberfläche landen oder Fahrgäste infizieren kann. Es sind viele Lösungen entstanden, darunter solche, die moderne HLK-Systeme, UV-Filter und sogar Vernebler oder Sprühgeräte nutzen, doch als wirksamste Lösung hat sich die kontinuierliche antimikrobielle Luftaufbereitung erwiesen, die 98 % der Viruspartikel in der Luft schnell umhüllt und inaktiviert. Während wir weiterhin gegen das COVID-19-Virus, seine Varianten und andere Viren kämpfen und uns auf die nächste Grippesaison vorbereiten, kann die kontinuierliche Luftaufbereitung den Fahrgästen den dringend benötigten Schutz bieten und für ein virenresistenteres Verkehrsmittel sorgen.
  2. Barrierefreie Technologie: Die COVID-19-Pandemie hat das Bewusstsein dafür geschärft, welch unverzichtbare Dienstleistung der öffentliche Nahverkehr erbringt und wie sehr die Bevölkerung auf sichere und barrierefreie Verkehrsmittel angewiesen ist. Verkehrsbetriebe können eine Vielzahl von ADA-konformen Technologien nutzen, um die Barrierefreiheit von Haltestellen und Fahrzeugen über die gesamte Fahrtstrecke hinweg zu verbessern. ADA-konforme E-Paper-Displays nutzen Technologien, die zuvor in E-Readern zum Einsatz kamen, und wenden sie auf Anwendungen für Bushaltestellen und Bahnhöfe an. Die extrem stromsparenden LED-Bildschirme minimieren den Stromverbrauch und maximieren gleichzeitig die Barrierefreiheit für hör- und sehbehinderte Fahrgäste. Eine optionale Solarstromversorgung ermöglicht die Installation der Displays in abgelegenen Gebieten und erweitert so die Fahrgastinformation in ländlichen Regionen ohne große Infrastrukturprojekte und Investitionskosten.
  3. Infotainment und öffentliche Bekanntmachungen: Die Fahrgastinformationssysteme an Bord haben sich während der Pandemie als wichtiger Kommunikationskanal erwiesen, um den Fahrgästen aktuelle Informationen zu COVID-Maßnahmen, Sicherheitsrichtlinien und Fahrplanänderungen bereitzustellen. Durch die Kombination von öffentlichen Bekanntmachungen mit eher traditionellen Reiseinformationen wurde das Fahrgasterlebnis so gestaltet, dass es den Bedürfnissen der Fahrgäste während der Pandemie besser gerecht wird und zu einem angenehmen Fahrgefühl beiträgt.
  4. Videoüberwachung: Bestehende Technologien lassen sich für neue Maßnahmen umnutzen, um ein sicheres und angenehmes Fahrererlebnis zu fördern. Mit fortschrittlichen Softwaretools lassen sich Videoaufnahmen problemlos für die fortlaufende Schulung des Betriebspersonals nutzen. Videoclips von Vorfällen, bei denen Fahrgäste die Sicherheitsvorschriften nicht einhalten, können beispielsweise dazu verwendet werden, das Betriebspersonal darin zu schulen, wie diese Richtlinien besser durchgesetzt und angespannte Situationen entschärft werden können. Auslöser wie plötzliche Stopps, Unfälle oder die Vermeidung von Kollisionen können überwacht und gemeldet werden. Durch die Erkennung und Erfassung dieser Ereignisse können Verkehrsbetriebe die Sicherheit kontinuierlich und proaktiv verbessern. Einige Verkehrsbetriebe haben den technologischen Wandel noch einen Schritt weitergeführt und halten die guten Taten der Fahrer mit der Kamera fest, um Werbekampagnen zu erstellen, die die Nutzung und Sicherheit des öffentlichen Nahverkehrs fördern. Diese Kampagnen sind in vielen Fällen viral gegangen und haben das „Good-Samaritan“-Verhalten der Fahrer gefördert, während sie gleichzeitig die Mitarbeiterbindung und die Arbeitszufriedenheit der Fahrer verbessert haben.
  5. Wie diese Beispiele zeigen, können sowohl neue als auch bereits bestehende Technologien dazu beitragen, das Fahrgasterlebnis zu verbessern und die Sicherheit während und nach der Pandemie zu erhöhen. Da die Fahrgäste – manche davon noch mit einer gewissen Zurückhaltung – zu ihren gewohnten Pendelwegen zurückkehren, haben die Verkehrsbetriebe die Chance, Technologien im öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, um sicherere, gesündere, barrierefreie und zukunftssichere Erlebnisse für die Fahrgäste zu schaffen.

DIESER ARTIKEL WURDE URSPRÜNGLICH AM 5. JULI 2021 IM METRO MAGAZINE VERÖFFENTLICHT

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